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Die Stadtteilschule Oldenfelde ist seit 2012 als Klimaschule ausgezeichnet. Damit gehört sie zu den Schulen, die Klimaschutz nicht als Projekt verstehen, sondern systematisch in ihre Schulentwicklung integrieren. Grundlage ist der schulische Klimaschutzplan: Er analysiert die CO₂-relevanten Bereiche des Schulbetriebs, setzt Reduktionsziele und definiert konkrete Maßnahmen. So wird Klimaschutz im Alltag sichtbar – von Energie und Mobilität bis hin zu Konsum und Ressourcen. Klimaschule bedeutet mehr als Maßnahmen umzusetzen. Klimaschutz wird mit Lernen verknüpft: Schüler*innen setzen sich mit Ursachen und Folgen des Klimawandels auseinander, entwickeln eigene Ideen und erleben, dass ihr Handeln Wirkung hat.
Globale Perspektive
Die Arbeit orientiert sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), insbesondere an SDG 13 (Klimaschutz). Dabei wird deutlich: Klimaschutz hängt mit vielen weiteren Themen zusammen – etwa Energie, Konsum oder globale Gerechtigkeit. Schule wird so zum Ort für vernetztes, systemisches Denken.
So arbeiten wir
Der Klimaschutzplan wird regelmäßig weiterentwickelt, Maßnahmen werden dokumentiert und überprüft. Entscheidend ist neben der COs-Reduktion und dem Umgang mit Ressourcen die Beteiligung: Schüler*innen, Lehrkräfte und weitere Beteiligte gestalten
Klimaschutz gemeinsam und übernehmen Verantwortung.
Was das für uns bedeutet
Klimaschule prägt unser Selbstverständnis. Klimaschutz ist kein Zusatz, sondern Orientierung für Entscheidungen und Entwicklungen im Schulalltag. Die Auszeichnung ist dabei weniger Ziel als Antrieb: Bestehendes weiterentwickeln, Neues anstoßen und langfristig wirksam bleiben.
Als Teil des Hamburger Klimaschul-Netzwerks tauschen wir uns mit anderen Schulen aus und entwickeln gemeinsame Ansätze weiter.
Langfristig liegt die Bedeutung der Klimaschule nicht allein im Siegel selbst, sondern in der strukturellen und kulturellen Veränderung, die sie anstößt: Schule wird zu einem Ort, an dem verantwortungsbewusstes Handeln eingeübt, reflektiert und weiterentwickelt wird – im Bewusstsein der globalen Herausforderungen und der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten.
Kurz gesagt:
Wir reden nicht nur über Klimaschutz – wir organisieren ihn für die STS Oldenfelde.
Weiterführende Informationen:
https://li.hamburg.de/qualitaetsentwicklung-von-unterricht-und-schule/aufgabengebiete-und-querschnittsthemen/umwelterziehung/energie4-658264 Text, Fotos: T. Becker
Was ist ein Klimaschutzplan?
Der Klimaschutzplan ist das Herzstück der Klimaschule – und im Grunde nichts anderes als ein konkreter Fahrplan: Wo stehen wir? Was wollen wir verändern? Und wie kommen wir dahin?
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme:
Wo verursacht Schule CO₂? Zum Beispiel durch Strom, Heizung, Mobilität oder Konsum. Daraus entsteht ein realistisches Bild vom „ökologischen Fußabdruck“ der Schule.Darauf aufbauend werden Ziele festgelegt – etwa Energie sparen, Emissionen reduzieren oder Ressourcen bewusster nutzen. Entscheidend ist: Diese Ziele bleiben nicht abstrakt.
Der Klimaschutzplan übersetzt sie in konkrete Maßnahmen. Also:
Was machen wir konkret anders im Schulalltag?
- Energie sparen (z. B. richtig lüften, Licht aus, Technik bewusst nutzen, Heizung drosseln, Wasserverbrauch reduzieren)
- Mobilität verändern (z. B. mehr Fahrrad, weniger Elterntaxi)
- Ressourcen schonen (z. B. Müll vermeiden, Materialien bewusster einsetzen)
Diese Maßnahmen werden dokumentiert, regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Der Plan ist also kein statisches Papier, sondern ein laufender Prozess.
Wichtig: Der Klimaschutzplan wird nicht „für“ die Schule geschrieben, sondern von der Schulgemeinschaft getragen. Schüler*innen, Lehrkräfte und weitere Beteiligte bringen Ideen ein, setzen Maßnahmen um und reflektieren gemeinsam, was funktioniert.
Man kann es so zusammenfassen:
Der Klimaschutzplan ist der Versuch, Schule Schritt für Schritt klimafreundlicher zu organisieren – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch im Alltag.
Was ist EnergieHoch4?
EnergieHoch4 ist das Hamburger Förderprogramm für Klimaschulen – und vereinfacht gesagt: der finanzielle Rückenwind für Klimaschutz im Schulalltag.
Schulen erhalten dabei Mittel, die sie gezielt für Klima- und Umweltmaßnahmen einsetzen können. Die Idee dahinter ist einfach: Wer sich aktiv für Klimaschutz engagiert, soll auch die Möglichkeit haben, Dinge konkret umzusetzen. Die Hälfte der Mittel fließt in den laufenden Betrieb (z. B. über die Hausmeisterei), der andere Teil steht für Projekte zur Verfügung. So können Schulen eigenständig entscheiden, wo sie ansetzen:
Anschaffungen (z.B. die Photovoltaikanlage auf unserem Gartenhausdach, Regentonnen im Schulhofgarten)- Projekte im Bereich Energie, Wasser oder Abfall finanzieren
- Maßnahmen, die den Schulalltag nachhaltiger machen, z.B. den Flaschensammler in der Aula, Wasserspender
- Trinkflaschen oder Brotdosen für die neuen Fünftklässler
EnergieHoch4 verbindet damit zwei Dinge: Verantwortung und Handlungsspielraum.
Für die Praxis heißt das: Ideen bleiben nicht nur Ideen.
Wenn im Rahmen des Klimaschutzplans Maßnahmen entwickelt werden, gibt es mit EnergieHoch4 oft auch die Möglichkeit, diese umzusetzen.
Kurz gesagt:
EnergieHoch4 macht Klimaschutz an Schule konkret – weil es ermöglicht, vom Plan ins Handeln zu kommen.
Weiterführende Informationen:
https://li.hamburg.de/qualitaetsentwicklung-von-unterricht-und-schule/aufgabengebiete-und-querschnittsthemen/umwelterziehung/energie4-658264 Text, Fotos: T. Becker
Hamburg räumt auf, Hofreinigung & Müllsammel-Challenge
Jedes Frühjahr beteiligt sich die STS Oldenfelde an „Hamburg räumt auf“ – der größten Stadtputzaktion Deutschlands. Klassen sammeln Müll auf dem Schulgelände und in der Umgebung: auf Wegen, Grünflächen, an Bushaltestellen oder rund um den Bahnhof Rahlstedt. Dabei geht es nicht nur um Sauberkeit, sondern auch um Verantwortung für den eigenen Stadtteil. (https://www.hamburg-raeumt-auf.de/)
Ergänzt wird die Aktion durch unseren Hofreinigungsdienst: Jede Woche übernehmen mehrere Klassen feste Bereiche des Schulgeländes und sorgen gemeinsam für mehr Sauberkeit und Umweltbewusstsein. Kleine Flächen, kurze Einsätze, klare Zuständigkeiten – damit Nachhaltigkeit Teil des Schulalltags wird.
2026 startet zusätzlich erstmals unsere freiwillige Müllsammel-Challenge: Welche Klasse sammelt am meisten Müll? Neben Umwelt- und Ressourcenschutz geht es dabei auch um Teamgeist, Motivation und die Frage, wie viel Wirkung viele kleine Aktionen zusammen entfalten können. Gesammelt wird über das gesamte 2. Schulhalbjahr hinweg – und die Klasse mit den meisten freiwilligen Einsätzen gewinnt einen gemeinsamen Klassenausflug.
Klimaaktionstage & Wetter.Wasser.Waterkant
Einmal im Schuljahr stehen an der STS Oldenfelde die Klimaaktionstage auf dem Programm. Jede Klasse arbeitet dabei gemeinsam mit ihrer Klassenleitung zu Themen rund um Klima, Umwelt und nachhaltige Entwicklung – praxisnah, kreativ und oft außerhalb des klassischen Unterrichts. Die Aktionstage sind eng mit dem Hamburger Bildungsprojekt Wetter.Wasser.Waterkant. verknüpft. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die unsere Zukunft prägen: Wie verändert sich das Klima? Welche Rolle spielen Wasser, Wetter und Küstenräume? Und wie hängen globale Entwicklungen mit unserem Alltag zusammen? (https://www.www2026.de/)
Die Klimaaktionstage verbinden Wissen mit Handlung: diskutieren, experimentieren, draußen arbeiten, Projekte entwickeln. So wird Klimabildung nicht nur theoretisch vermittelt, sondern konkret erfahrbar gemacht.
Klimadetektive
Unsere Klimadetektive schauen genauer hin: Wo wird unnötig Energie verbraucht? Wo wird falsch gelüftet oder Licht angelassen? Und wie kann Schule im Alltag klimafreundlicher funktionieren? Im Rahmen der Ausbildung lernen Schüler*innen, wie Energieverbrauch, Ressourcen und Klimaschutz zusammenhängen. Sie übernehmen Verantwortung im Schulalltag, sensibilisieren Klassen und helfen dabei, den Klimaschutzplan der Schule praktisch umzusetzen. Die Klimadetektive zeigen: Klimaschutz beginnt oft bei kleinen Dingen – und genau dort entsteht Wirkung. (https://li.hamburg.de/qualitaetsentwicklung-von-unterricht-und-schule/aufgabengebiete-und-querschnittsthemen/umwelterziehung/energiedetektive-657138)
Fahrradwettbewerbe
Radfahren gehört für uns zu nachhaltiger Mobilität im Alltag. Deshalb beteiligt sich die STS Oldenfelde regelmäßig an Fahrradwettbewerben – innerhalb der Schule und hamburgweit. Beim Hamburger Stadtradeln treten wir inzwischen gemeinsam im Team der Klima- und Umweltschulen an. Dabei sammeln Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam Kilometer und setzen ein Zeichen für klimafreundliche Mobilität. (https://www.stadtradeln.de/hamburg)Zusätzlich gibt es schulinterne Fahrradaktionen und Wettbewerbe mit einem klaren Ziel: mehr Wege mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Denn jeder geradelte Kilometer spart CO₂, fördert Bewegung und entlastet gleichzeitig den Verkehr rund um die Schule.
Freitagsdurchsage & Check & Go
Freitag, 13:15 Uhr: An der STS Oldenfelde startet das Wochenende mit der Klima- und Umweltdurchsage. Über die Lautsprecheranlage erinnern Schüler*innen des Klima- und Umweltrates daran, Klassenräume ordentlich, sauber und energiesparend zu verlassen: Licht aus, Fenster zu, Müll wegbringen, Heizungen runterdrehen. Die Idee stammt aus dem Klima- und Umweltschulnetzwerk und wurde von unseren Schüler*innen weiterentwickelt. Besonders beliebt: der wechselnde Wochenendgruß. Mal gibt’s Wünsche für sonnige Tage, mal gemütliche Regentage oder schöne Ferien – je nachdem, was draußen gerade ansteht. Ergänzt wird die Durchsage durch unsere „Check & Go“-Listen, die in allen Klassenräumen aushängen, sowie durch bunte Erinnerungsaufkleber wie „Licht aus!“ oder „Wasser sparen!“, die an Lichtschaltern, Waschbecken und Wasserhähnen im Schulalltag präsent sind. Visualisierte Hilfen zur Mülltrennung hängen außerdem in vielen Klassen- und Fachräumen direkt über den drei farbigen Mülleimern und unterstützen dabei, Abfälle richtig zu trennen.
Zusätzlich steht in der Pausenhalle eine große Pfandsammeltonne: Wer möchte, kann dort seine Pfandflaschen spenden und damit schulinterne Klima- und Umweltprojekte unterstützen. So wird aus vielen kleinen Beiträgen gemeinsam etwas Größeres.
Kleine Routinen, große Wirkung:
Check & Go und die Freitagsdurchsage zeigen, dass Klimaschutz oft genau dort beginnt, wo Alltag organisiert wird.
Text, Fotos, Grafik (KI-generiert): T. Becker
