Abschlussfahrt der Klasse 10e – Zwischen Moderne und Vergangenheit

Statt in die Sonne zu „flüchten“, entschloss sich die Klasse 10e für ein anderes Programm auf ihrer Abschlussfahrt. Zusammen mit ihrem Klassenlehrer, Herrn Bloens, und Frau Niemann, begaben sie sich auf eine Gratwanderung zwischen Spaß und Nachdenklichkeit in die Lüneburger Heide und nehmen uns in ihrem Bericht dorthin mit:

„Im Oktober fuhren wir (die Klasse 10e) mit dem Bus in das Heide Park Holiday Camp. Die Ankunft dort war sehr chaotisch, da wir als erstes nicht wussten, wo genau wir hin sollten. Als wir endlich vor dem Holiday Camp waren, besprachen wir kurz, wer welches Zimmer bekam und stürmten daraufhin direkt los. Nachdem wir unsere Sachen weggebracht und uns ein bisschen umgeguckt hatten, gingen wir alle zur Rezeption zurück, bekamen unsere Eintrittskarten und liefen gemeinsam in den Heidepark. Nach der ersten Fahrt als Klasse mit dem „Scream“, teilten wir uns in etwas größere Gruppen auf und besuchten die anderen Fahrgeschäfte. Als um 17 Uhr der Heidepark schloss, machten wir eine kurze Verschnaufpause auf unseren Zimmern und trafen uns dann wieder zum Abendessen. Danach ging dann der eigentliche Nervenkitzel los, denn wir stürmten nicht nur die Tanzfläche, sondern einige fingen auch noch an Karaoke zu singen. Nach einem anstrengenden, erfolgreichen Tag begaben wir uns anschließend alle in unsere Zimmer und dann ins Bett.

Am zweiten Tag wurde direkt wieder der Heide Park unsicher gemacht. Die ganze Klasse hat zusammen der „Krake“ und dem „Flug der Dämonen“ getrotzt, danach haben wir uns wieder in Gruppen aufgeteilt. Leider war das Wetter diesmal nicht unbedingt auf unserer Seite, so dass einige wieder zurück in das Holiday Camp gegangen sind und es sich dort gemütlich gemacht haben. Nachdem der Park schloss, haben wir uns wieder als Klasse zum Abendessen getroffen. Danach hatten wir bis zur Sperrstunde Freizeit, wobei wir auch alle ganz schön kaputt waren von den actionreichen zwei Tagen bisher.

Am dritten Tag waren wir mit der Klasse in dem Konzentrationslager in Bergen-Belsen. Wir bekamen eine Führung durch das Hauptgebäude und über das Gelände des Konzentrationslagers und hörten uns Vorträge an über die Zeit, in der Hitler an der Macht war. Besonders ergreifend war das Schicksal von einer Frau namens Yvonne Koch, die im Alter von 11 Jahren in das Konzentrationslager in Bergen-Belsen gebracht wurde. Sie war ganz alleine dort und hatte ziemliche Angst. Sie hoffte jeden Tag, dass ihre Eltern sie dort heraus holen würden. Doch sie hatte vergeblich gehofft, da ihre Eltern in ein anderes Konzentrationslager geschickt wurden. Sie traf eine slawische Köchin, die ihr jeden Tag Essen und Trinken gab. Kurz bevor die Frau verschwand, gab diese Yvonne Koch ein paar Handschuhe, die für sie von großer Bedeutung waren. Sie hat diese Handschuhe bis heute noch aufbewahrt und sie der Ausstellung in Bergen-Belsen überlassen. Bei der Führung über das Gelände haben wir viele Gedenksteine gesehen, die aufgestellt wurden, um an die dort verstorbenen Menschen zu erinnern.

Der bekannteste Stein war der von Anne Frank und ihrer Schwester. Nach der Führung durften wir uns noch frei in der Ausstellung bewegen und konnten kurze Dokumentation über das Leben und die Menschen im Konzentrationslager anschauen.“

Geschrieben von der 10e

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