Pilotprojekt: Eigene Laptops, Tablets und Smartphones im Unterricht

Schulsenator Ties Rabe hat am Mittwoch, den 28.1.2015, das Laptop-WLAN-Pilotprojekt „Start in die nächste Generation“ offiziell in der Stadtteilschule Oldenfelde gestartet. Schülerinnen und Schüler unserer Schule stellten einer großen Öffentlichkeit exemplarisch ihre Lernmöglichkeiten vor, Lehrer gaben Einblicke in ihre Unterrichtsarbeit und auch Eltern bezogen Stellung zum Projekt.

„Digitale Medien“, so Schulsenator Rabe in seiner Rede, „prägen immer stärker unseren Alltag und unsere Berufswelt. Eine Schule, die auf das Leben vorbereiten will, muss sich deshalb diesen Veränderungen stellen und auch das Lernen und den Unterricht verändern.“ Ziel des Projekts „Start in die nächste Generation“ ist daher ein sinnvoller Einsatz von Smartphones, Tablets oder Laptops im Unterricht. In einzelnen Klassen und Fächern nutzen Schülerinnen und Schüler nunmehr ihre eigenen mobilen Computer im Unterricht und ergänzen so Tafel, Schulbuch und Schulheft sinnvoll. Wer keinen mobilen Computer besitzt, wird von der Schule unterstützt.

Von 21 Schulen, die sich für die Teilnahme am Hamburger Pilotprojekt „Start in die nächste Generation“ beworben hatten, wurden neben der STS Oldenfelde zwei weitere Stadtteilschulen und drei Gymnasien ausgewählt. Voraussetzung dafür war neben einem überzeugenden Konzept auch das Votum der aus Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern bestehenden Schulkonferenz.

Im Rahmen des Projektes geht es einerseits um erweitertes Medienwissen, beispielsweise um Analyse und Bewertung, um Fragen nach dem Urheberrecht oder dem Recht am eigenen Bild oder um Sicherheit in sozialen Netzwerken. Andererseits geht es aber auch darum, die vielfältigen Möglichkeiten von Computern und spezieller Programme im Fachunterricht zu erlernen und einzusetzen. So werden in vielen Fächern spezielle Programme genutzt –Tabellenkalkulation im Matheunterricht, Bildbearbeitung in Kunst, Präsentationssoftware, Sequenzing oder Sampling im Musikunterricht. Zudem werden mithilfe einer grafischen Programmiersprache einfache Steuerungsprogramme entwickelt oder Daten kodiert und dekodiert. Darüber hinaus können auch spezielle Lernprogramme, wie sie beispielsweise von vielen Schulbuchverlagen schon heute angeboten werden, im Fachunterricht sinnvoll eingesetzt werden.
Die am Projekt teilnehmenden Schulen werden umfangreich unterstützt: Eltern, Schülerinnen und Schüler bekommen ausführliche Beratung, Lehrkräfte haben spezielle Fortbildungsangebote bereits genutzt. Am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) wurde ein Fortbildungspaket entwickelt, mit dem die Nutzung digitaler Lernmaterialien – seien es Online-Schulbücher oder spezielle Lernsoftware – unterstützt wird. Für Fragen und einen Erfahrungsaustausch wurde eine Online-Plattform geschaffen. Die teilnehmenden Schulen erhalten neben der erforderlichen WLAN-Ausstattung auch ein Zugangsportal, das allen Richtlinien des Datenschutzes entspricht, sowie einen Internetfilter zur
Einhaltung des Jugendmedienschutzes.

Ob und wie das Projekt auf alle Hamburger Schulen übertragen werden kann, wird die begleitende Evaluation durch Prof. Dr. Rudolf Kammerl von der Universität Hamburg, Fakultät Erziehungswissenschaften, zeigen. Unter anderem ist vorgesehen, dass Lehramtsstudierende im Unterricht hospitieren. Interesse an der neuen Unterrichtsform besteht auf jeden Fall bundesweit. Das zeigten die Vorträge zweier unserer Kollegen, die auf der Bildungsmesse Didacta das Medienkonzept unserer Schule der Öffentlichkeit vorstellten.

Einen Bericht über die Umsetzung des BYOD-Projekt an der STS Oldenfelde in der Zeitschrift „Hamburg macht Schule“ finden Sie hier:

Artikel BYOD in Hamburg macht Schule 4:15